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Gründer-Review – Thomas Jaenisch

Gründer-Review – Thomas Jaenisch

Ein Text von Götz Gemeinhardt:

Für die Gründerviews haben wir diesmal nicht nur mit Unternehmens-Neugründern gesprochen. Wir beleuchten auch interne „Gründungen“, also neue Projekte in etablierten Unternehmen. Der gemeinsame Nenner aller Gründerviews ist der Online-Handel.

Thomas Jaenisch ist Gründer und Geschäftsführer der myboshi GmbH mit Sitz: Konradsreuth im Landkreis Hof.

„Gründer sind Macher.“ Daran hat sich für Thomas Jaenisch nichts geändert: „Anpacken, verkaufen und umsetzen, das ist das, was ein Gründer tun sollte.“ Sein eigenes Unternehmen, das mit dem Vertrieb von Häkelmützen gestartet ist, bezeichnete er 2015 als Handarbeitsideengeber. „In der Zwischenzeit haben wir eine Plattform, die Handarbeitsideen und Materialien verknüpft, und ein herausragendes Vertriebsnetz – online und offline.“ Wie ein Gründer fühlt sich Jaenisch heute nicht mehr, sondern als Unternehmer, der myboshi etabliert hat. Das Unternehmen wird bald zehn und jetzt geht es darum, an der Spitze der Handarbeitsbewegung zu bleiben, und Marktmotor zu sein. Die Gründerszene nimmt der boshi-Boss anders wahr als vor ein paar Jahren: „Der Hype ist abgeflaut, alles hat sich weiterentwickelt, es gibt immer professionellere Gründungen und auch in unserer Region hat sich die Gründungsberatung, zum Beispiel durch Einstein1, verbessert. Hochfranken ist zu einer gründungswilligen Region geworden, es gibt aber noch viele Ideen, die auf Umsetzung warten.“ Für myboshi bleibt Hochfranken ein attraktiver Standort. Wegen der Digitalisierung sei es aber nicht so wichtig, wo, sondern was und wie man arbeitet, sagt Thomas Jaenisch. In seinem Team sind Hochfränkinnen und Hochfranken: „Wir lieben unsere Heimat.“

Als Wunsch hat Gründer Jaenisch 2015 eine bessere Vernetzung mit anderen hochfränkischen Gründern genannt. Und er findet, es hat sich einiges getan: „Die Kontakte zu gründungswilligen Personen und das Wissen, das vermittelt wird, sind besser und mehr geworden. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich an die Hochschule fahre, um junge Gründer zu treffen.“

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