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Neue Arbeitswelten in Hochfranken IV – Sommer Fassadensysteme

Neue Arbeitswelten in Hochfranken IV – Sommer Fassadensysteme

Text: Vera Dorschner; Bild: SOMMER

Konnten Unternehmen noch vor wenigen Jahren aus einer Vielzahl von Bewerberinnen und Bewerbern wählen, so ist mittlerweile durch den von Jahr zu Jahr größer werdenden Fachkräftemangel ein Arbeitnehmermarkt entstanden, in dem sich die Unternehmen bei den Kandidatinnen und Kandidaten bewerben statt andersherum. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf neue Arbeitsformen, insbesondere auch zur Steigerung ihrer Arbeitgeberattraktivität. KARRIEREZIEL portraitiert zwei Start-ups, einen Handwerksbetrieb und zwei Produktionsunternehmen aus Hochfranken, die sich kontinuierlich Gedanken darüber machen, wie sie ihre Prozesse und Umgebungen so gestalten können, dass sie sowohl den Erfordernissen der sich immer schneller wandelnden Umwelt als auch den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerecht werden – und die sich damit zukunftssicher aufstellen.

Sommer Fassadensysteme

Freiräume zum Denken und Arbeiten

SOMMER ist seit mehr als 130 Jahren als produzierendes Unternehmen international erfolgreich in den Bereichen Fassadenbau, Gebäudesicherheit und Hochsicherheitstechnik. Am Unternehmenssitz in Döhlau bei Hof entsteht seit 2019 eine Arbeitsumgebung, wie man sie eher im Silicon Valley als in der Baubranche erwarten würde.

Geschäftsführerin Iris Sommer-Pechstein ist die Begeisterung für die „Denkfabrik“, so werden die neuen Räumlichkeiten genannt, anzumerken: „Ich freue mich jeden Tag, wenn ich hier tätig sein kann“. Ein Unternehmensgebäude aus den 1970er-Jahren wurde komplett entkernt, energetisch nachhaltig mit neuester Klima- und Elektrotechnik saniert und so gestaltet, dass agiles Arbeiten auf 2.800 Quadratmetern für 150 der insgesamt 465 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich ist. Mehr als das: Eine Umgebung wurde geschaffen, die der hohen Veränderungsdynamik des Projektgeschäfts von SOMMER Rechnung trägt, die aber gleichzeitig eine lebenswerte Arbeitswelt darstellt, in der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Spaß haben können und die hilft, Stress zu reduzieren. Denn die anspruchsvollen Tätigkeitsfelder des Unternehmens erfordern teamorientiertes und stark digitales Arbeiten, mit häufigen und komplexen Abstimmungsprozessen, sowohl intern als auch mit Kundinnen und Kunden.

Digital soll lebenwert sein

Sommer-Pechstein, Geschäftsführerin
Sommer Fassadensysteme

Das Projekt „DigiVitaler Workplace“ wurde deshalb ins Leben gerufen. „Digital soll lebenswert sein“, so erläutert Sommer-Pechstein den Grundgedanken. Nachdem erste Benchmarks begutachtet und die Belegschaft nach ihren Wünschen befragt worden waren, starteten die Planungen unter der Prämisse, vier gleichbleibende Grundanforderungen für unterschiedliche Aufgabenprofile abzudecken: Konzentration, Kommunikation, Kooperation und Kontemplation. Das bauliche Ergebnis ist eine große, durch gläserne und schallgedämmte Wände unterteilte Raum-in-Raum-Konzeption, deren Herzstück eine Worklounge mit Workshopbereich und Cafeteria darstellt. Vieles ist multifunktional, wobei sich klare Ordnungsprinzipien durch die Teamarbeitsplätze ziehen, die sich wiederum mit kreativen Zonen abwechseln. Eine Hightech IT-Ausstattung macht nicht nur Lust auf digitales Arbeiten, sondern sorgt ganz nebenbei auch für Effizienzsteigerungen. 2,5 Millionen Euro investierte SOMMER in den zwei Jahren Bauzeit in die „Denkfabrik“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „erobern seit Januar 2021 das Terrain“, so die Unternehmerin. „Der Gestaltungsprozess ist noch nicht ganz abgeschlossen, da wir zusammen mit der Belegschaft die Arbeitswelt noch weiter optimieren. Unternehmenskultur findet im Kopf und im Miteinander statt“, ist Sommer-Pechstein überzeugt, und so ist der Invest in diese moderne und teamzentrierte Arbeitsumgebung auch unter einem weiteren Gesichtspunkt smart: so sehen attraktive Arbeitsplätze aus, die den dringend benötigten kreativen und agilen Köpfen Heimat bieten.

KARRIEREZIEL MAGAZIN 2022

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