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Hip, vielfältig, bunt und cool – Hochfranken lebt Demkoratie!

Hip, vielfältig, bunt und cool – Hochfranken lebt Demkoratie!

Text: Stefan Denzler; Bild: Frank Wunderatsch

Dass Vielfalt nicht nur im Berufsleben Vorteile bringt, ist längst bekannt: Gemischte Teams finden bessere Lösungen und schaffen innovativere Produkte. Mit einer vielfältigen Belegschaft lassen sich neue Zielgruppen und Märkte erschließen und Vielfalt hilft, den Fachkräftemangel auszugleichen. Vielfalt kann Standortfaktor sein. Doch gelebte Vielfalt, Offenheit für Neues und Akzeptanz von Menschen unterschiedlicher Gruppierungen ist nicht selbstverständlich.

Was in der Wirtschaft gilt, gilt auch für den Alltag. Ein vielfältiges Miteinander will gestaltet sein. Begegnungen, die die eigene Perspektive erweitern oder im positiven Sinne irritierend sind, und Erlebnisse und Gespräche, die einen berühren, passieren nicht einfach so. Dazu braucht es Gelegenheiten und jede Einzelne, jeden Einzelnen von uns.

Hochfranken hat sich dieser aktiven Gestaltung von Begegnungen verschrieben. Vielfalt will bejaht sein. 2015 schlossen sich der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, die Stadt und der Landkreis Hof, der Landkreis Tirschenreuth und 2019 die Stadt Bamberg zusammen, um unter dem Namen „Demokratie leben in der Mitte Europas“ als starker Partnerschaftsverbund wirken zu können. Die Landkreise und die Städte bilden jeweils eigenständige „Partnerschaften für Demokratie“, die vom Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad (EBZ) aus koordiniert und begleitet werden.

Du fragst dich: Was hat das mit mir zu tun? Alles! Denn Partnerschaften werden zwar mit Geldern aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums gefördert, doch ausgestaltet und vor Ort mit Leben gefüllt werden die Partnerschaften von den Menschen, die in ihnen leben. Bundesweit werden über 320 solcher „Partnerschaften für Demokratie“ gefördert. Sie alle arbeiten und wirken nach demselben Prinzip: Auf lokaler Ebene werden Strategien für Demokratie und Vielfalt entwickelt, um mit Menschen wie dir, die Lust am Gestalten haben, die Veränderungen anregen oder Ideen einbringen wollen, diese vor Ort umzusetzen. Und damit das nicht bloße Lippenbekenntnisse bleiben, stellt die Bundesregierung Geld zur Verfügung: Pro Jahr hat jede der hochfränkischen Partnerschaften 45.000 Euro zur Verfügung (10.000 Euro im Jugendfonds und 35.000 Euro im Aktions- und Initiativfonds) – für Projektideen von jungen Menschen für junge Menschen.

Junge Menschen wollen die Gesellschaft und Politik vor Ort aktiv mitgestalten! Leuchtende Beispiele dafür sind Ali-Cemil Sat, Felicitas Weber, Paula Schmidt und Emir Ersoy. Ali hat sich von 2015 bis 2019 im Jugendforum im Landkreis Hof engagiert und ist 2020 in den Begleitausschuss der „Partnerschaft für Demokratie“ im Landkreis Hof gewechselt, wo er zum Sprecher gewählt wurde. „Kann ich ned, gibt’s ned“ ist sein Motto; das Thema Vielfaltgestaltung liegt ihm besonders am Herzen:

Unsere Region ist engagiert und vielseitig. Diese Vielseitigkeit wird aber in manchen Gremien nicht immer sichtbar

Ali-Cemil Sat

„Die heutige Jugend hat viel zu sagen und wünscht sich von der Politik, ernst genommen zu werden. Mein Engagement für die Region bei ‚Demokratie leben!‘ gehört mit dazu.“

Für Felicitas hat das Engagement im Jugendforum nicht nur einen gesellschaftspolitischen Grund, es hilft ihr auch, ihre Persönlichkeit zu entwickeln: „Das Jugendforum hat mir neue Türen geöffnet, um mich weiterzubilden. Mein Selbstbewusstsein ist gewachsen und ich fühle mich viel verbundener mit der Stadt Hof.“ Paula sieht weitere Vorteile: „Das Jugendforum ist für mich eine Möglichkeit, mit Menschen, denen Gleichberechtigung, Demokratie und Menschlichkeit genauso wichtig sind wie mir, gemeinsam zu entscheiden, wie wir als junge Personen unsere Demokratie gestalten können. Und mag es nur ganz klein sein, in unserem familiären Hof, und eben nicht auf Bundesebene, aber deswegen nicht mit weniger Herzblut.“

Das Jugendforum der Stadt Hof hat zum Beispiel mit dem Stadtjugendring einen Online-Workshop mit der Berliner Rapperin Sookee organisiert. Die ausgebildete Sozialarbeiterin und politische Musikerin hat mit Hofer Jugendlichen über Vielfalt, Zukunftswünsche und Empowerment diskutiert. Mit dem Kreisjugendring haben Jugendliche aus dem Landkreis Hof einen kompletten Bus gestaltet, der jetzt, wenn er im Linienverkehr auf den hochfränkischen Straßen unterwegs ist, an zentrale demokratische Grund- und Menschenrechte erinnert. Kreativ und bunt ging es bei mehreren Graffiti-Workshops mit dem Comic-Künstler Nils Oskamp zu: Mit finanzieller und tatkräftiger Unterstützung der Jugendforen hat er Porträts von Anne Frank und Sophie Scholl auf graue Beton- und Leinwände in Schulen und Jugendtreffs gesprüht. Beim Sprayen hat er die Geschichten der beiden Frauen erzählt: wer sie waren, was sie auszeichnet und warum sein heutiges Engagement gegen Rechtsextremismus mit ihnen zu tun hat.

Das Jugendforum der Stadt Hof hat zum Beispiel mit dem Stadtjugendring einen Online-Workshop mit der Berliner Rapperin Sookee organisiert. Die ausgebildete Sozialarbeiterin und politische Musikerin hat mit Hofer Jugendlichen über Vielfalt, Zukunftswünsche und Empowerment diskutiert. Mit dem Kreisjugendring haben Jugendliche aus dem Landkreis Hof einen kompletten Bus gestaltet, der jetzt, wenn er im Linienverkehr auf den hochfränkischen Straßen unterwegs ist, an zentrale demokratische Grund- und Menschenrechte erinnert. Kreativ und bunt ging es bei mehreren Graffiti-Workshops mit dem Comic-Künstler Nils Oskamp zu: Mit finanzieller und tatkräftiger Unterstützung der Jugendforen hat er Porträts von Anne Frank und Sophie Scholl auf graue Beton- und Leinwände in Schulen und Jugendtreffs gesprüht. Beim Sprayen hat er die Geschichten der beiden Frauen erzählt: wer sie waren, was sie auszeichnet und warum sein heutiges Engagement gegen Rechtsextremismus mit ihnen zu tun hat.

„Die Projekte, die wir jährlich fördern können und auch selbst auf die Beine stellen, haben immens zu meiner Persönlichkeitsentwicklung beigetragen und geben mir immer wieder Mut, nicht den Kopf hängen zu lassen, wenn die große Politik mal wieder nicht das tut, was ich wichtig fände“, meint Paula.

Emir, der nach seinem Abitur am Schiller-Gymnasium Hof nun in Dortmund Soziale Arbeit studiert, ist dem Hofer Jugendforum weiterhin verbunden: „Ich engagiere mich im Jugendforum, um etwas zu ändern und zu bewirken. Ich mag Hof, meine Heimatstadt, sie ist mir wichtig, darum möchte ich das Beste aus ihr herausholen. Hof ist bekannt für den Wärschtlamo, die Hofer Filmtage, den Theresienstein, als Stadt ,in Bayern ganz oben‘ – ich denke aber, Hof hat noch viel mehr Potenzial und könnte für viel mehr bekannt sein.“

Die vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich bereits aktiv einbringen, damit Hochfranken für alle lebens- und liebenswert ist und auch in Zukunft bleibt, geben Zuversicht. Sie halten Werte wie Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz hoch und sind auch bereit, aktiv dafür einzustehen, ohne Angst verschieden sein zu können. Hip, vielfältig, bunt, und cool – dieses Lebensgefühl vermuten viele nur in großen Städten. Dabei wird es in Hochfranken schon lange gelebt. Wann gestaltest du mit? Dein Kontakt zu den Jugendforen und zur Koordinierungs- und Fachstelle am Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum in Bad Alexandersbad: www.demokratie-leben-in-der-mitte-europas.de

KARRIEREZIEL 2022

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