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Von Schwaben über Australien nach Hochfranken

Von Schwaben über Australien nach Hochfranken

Marc-Oliver Schuster

Durch einen Urlaub an der Westküste Australiens, lernte der Werkzeugmechaniker und Meister der Feinwerkmechanik, das Land kennen und lieben. Nach einiger Bedenkzeit wanderte er schließlich 2003 mit einem Sponsorvisum ins australische Adelaide aus, wo er als CNC Fachkraft tätig war. Die Industrie in Australien begann durch die Investitionen der Chinesen zu boomen und so wechselte er seine Arbeitsstelle in ein Maschinenbauunternehmen in Brisbane. Die Arbeitswelt dort unterscheidet sich extrem von dem Arbeitsleben hier in Deutschland. Ein festes Monatsgehalt gibt es nicht, bezahlt wird der Lohn pro Woche und ebenso müssen Mieten wöchentlich bezahlt werden. Großbetriebe gibt es kaum, es sind eher Kleinbetriebe, die hauptsächlich als Zulieferer der Großindustrie im Ausland fungieren.


Marc-Oliver arbeitete zuletzt in einem 30-Mann-Betrieb in Melbourne. Die Arbeitsatmosphäre war sehr familiär, so gab es freitags nach der Arbeit des Öfteren ein BBQ mit dem Chef. Termindruck war ein Fremdwort. Dieses lockere Arbeitsverhältnis hatte aber auch seine Schattenseiten. Weniger Urlaub, unbezahlte Krankheitstage und am gravierendsten: Kündigungsfristen von nur einer Woche. Als sich dann die wirtschaftliche Lage verschlechterte und die Arbeitslosenquote anstieg, machte sich Marc-Oliver Sorgen über die Zukunft seiner Familie. Hinzu kamen die Naturgewalten. Nach einem Zyklon mit 200 km/h, der über das Land zog, kam das Hochwasser. Er und seine Familie waren sieben Tage von der Außenwelt abgeschnitten. Zusätzlich wurden die Sommer zunehmend heißer und trockener.
Alles in allem fühlte er sich nicht mehr wohl und beschloss, nach Deutschland zurückzukehren. Zurück in eine Großstadt nach Baden-Württemberg, das kam für ihn nicht mehr in Frage. Er suchte nach einer ländlichen Region mit Jobperspektiven.

Nach einiger Zeit des Suchens wurde er schließlich auf die KYOCERA Fineceramics Precision GmbH (damals noch H.C. Starck GmbH) aufmerksam. Die Firma konnte ihn schnell überzeugen, einen Job als CAD / CAM-Programmierer anzunehmen und ebenso schnell war auch eine Bleibe gefunden.

Kyocera

Seine Partnerin, gelernte Altenpflegefachkraft, fand ebenfalls einen Job in der Region. Auch für den Sohn wurde schnell ein Platz in der Schule in Wunsiedel gefunden, in der er sich sehr gut eingelebt hat. Marc-Oliver schätzt die Sicherheit im Berufs- und Privatleben. Die Versorgung in Hochfranken ist viel besser als in Australien. Schulen, Kindergärten und Einkaufsmöglichkeiten sind leichter zu erreichen. Er schwimmt gerne im Wald- oder im Alexbad und wandert gerne durch die Wälder.

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Das Klima im Fichtelgebirge ist auch viel angenehmer als in Australien. Nach anfänglichen bayrisch-schwäbischen Dialektschwierigkeiten fühlt sich Marc-Oliver in der Region nun zuhause und schätzt die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Hochfranken sehr.

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